Mit heutigen Technologien ist die Stromerzeugung aus Wärmequellen ab einer Temperatur von ca. 80 °C möglich. Allerdings ist erst ab einer Temperatur von etwa 120 °C die Erzeugung von Strom ökonomisch in Deutschland realisierbar. Bis zu einer Temperatur von etwa 180 °C können Kalina- und ORC-Technik sinnvoll eingesetzt werden.
Bei höheren Temperaturen, also bei der Nutzung von Hochenthalpielagerstätten, wird meist der Dampf direkt zum Antrieb der Turbine genutzt (flush Technologie) oder ein separater Dampfkraftprozess betrieben.
Strom aus Geothermie ist eine regenerative Energie und wird gemäß dem Erneuerbare- Energien- Gesetz (EEG) vergütet. Die Einspeisevergütung ist auf 20 Jahre festgelegt. Somit wird für die ökonomische Bewertung des Kraftwerks ein Zeithorizont von 20 Jahre betrachtet.
Anhand der Plandaten des Geologen und des Abnehmerkonzeptes für Wärme und Strom erstellen wir eine vorläufige Auslegung des Geothermiekraftwerks mit geeigneter Technik (ORC, Kalina, etc.). Hierzu wird parallel ein an die Umweltbedingungen vor Ort angepasstes Kühlkonzept ausgearbeitet. Im Anschluss erfolgt die Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden zur Sicherstellung der Erlaubnisfähigkeit der Anlage. Nach erfolgreichem Pumptest der Dublette wird die (Heiz-)Kraftwerksplanung detailliert ausgeführt. Dazu gehören auch die für die Ausführung erforderlichen Unterlagen für technische Ausrüstung und Kraftwerksbau. Wir übernehmen die Bauleitung, nehmen die Anlage in Betrieb und übergeben das fertig erstellte (Heiz-) Kraftwerk inklusive Dokumentation und Qualitätsmanagementsystem.

