Aus einer Tiefe von 2000 m bis 4000 m wird warmes Wasser zutage gefördert. Üblich ist es bereits, eine Kommune mit Nahwärme aus Thermalwasser zu versorgen. Dafür können Temperaturen bei 70 °C schon sinnvoll eingesetzt werden. Solche Anlagen der tiefen Geothermie sind an vielen Orten im Bau.
Ebenso lässt sich aus der gewonnenen Energie Kälte erzeugen, die zunehmend nachgefragt wird. Neben der Gebäudeheizung wird immer öfter die Kühlung mit eingeplant. Zur energiesparenden Kühlung wird eine sogenannte Kühldecke empfohlen.
Größere Bauvorhaben im öffentlichen Raum (Krankenhäuser, Wohnheime, Forschungseinrichtungen, Einkaufszentren etc.) können mit oberflächennaher oder mit tiefer Geothermie als Wärmequelle geplant werden.
Für Privatbauherren kommt nur die oberflächennahe Geothermie in Frage, sie wird häufig mit Wärmepumpen ergänzt, so dass ein gewisser Energiebedarf bestehen bleibt. Auch bei Infrastruktureinrichtungen wird überwiegend oberflächennahe Geothermie genutzt, um beispielsweise Eisenbahntrassen und Autobahnbrücken eisfrei zu halten.

